Los

Gesundheit zum Nachlesen

Bitte wählen Sie aus den folgenden Themen aus:
 

Seelische Gesundheit

Die Medizin ist heute so fortschrittlich, dass Störungsursachen für viele seelische Erkrankungen erkannt werden können. So sind z.B. bestimmte Stoffwechselvorgänge beim Informationsaustausch zwischen Zellen im Gehirn eine dieser Ursachen. Das gilt unter anderem für Menschen, die manisch-depressiv oder schizophren sind. Mit Medikamenten und einer Psychotherapie kann heute vielen Patienten geholfen werden.

Die psychische Gesundheit ist von vielen Faktoren abhängig. Sie ist Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung von Kindern und natürlich auch für ein erfülltes Leben im Erwachsenenalter. Heute ist das Leben sehr viel schnelllebiger als früher. Auch das Arbeitsleben hat sich verändert – es ist stressiger geworden. Viele Menschen kommen damit nicht zurecht, deshalb ist ein ausgewogenes Verhältnis von Anspannung und Entspannung, von Anforderungen und Freiräumen, von Arbeit und Freizeit sehr wichtig für psychisches Wohlbefinden und Gesundheit.

Aus den Bereichen körperliche Gesundheit und physische Existenz, Partnerschaft und Familie, Beruf und Arbeit, Freunde und Freizeit schöpfen wir Energie, die uns Kraft gibt und uns im Gleichgewicht hält. In diesen Bereichen gibt es sehr oft viele Änderungen, wobei das Gleichgewicht verloren geht. Krankheiten, Streit oder auch schwere Verluste macht jeder Mensch irgendwann einmal durch. Doch wenn sich das Gleichgewicht gar nicht mehr einstellen will, wird unsere Psyche extrem belastet. Dies wirkt sich auch auf unseren Körper aus – er wird krank.

Psychische Erkrankungen

Mögliche Anzeichen für eine psychische Erkrankung

  • Rückzug aus dem familiären und/ oder gesellschaftlichen Leben
  • Abbruch von Kontakten und Freundschaften
  • Zuvor nicht beobachtete Eigenschaften wie Aggressivität, Stimmungsschwankungen, Angstzustände oder Depressionen, auch übersteigerte Sorge oder krankhafte Angst
  • andauernde Schlafstörungen 
  • körperliche Veränderungen, Vernachlässigung des eigenen Erscheinungsbildes
  • Entwicklung einer Sucht oder Abhängigkeit

Die häufigsten Arten von psychischen Erkrankungen Nach dem Verein Irrsinnig-Menschlich e.V. kommen folgende Erkrankungen am häufigsten vor:

  • Schizophrene Erkrankungen
  • Depressionen
  • Bipolare Erkrankung oder manisch-depressive Erkrankungen
  • Zwangserkrankungen
  • Angsterkrankungen
  • Borderline-Störungen
  • Suchterkrankungen

Stress

Positives Denken hilft gegen Stress

Wer eine positive Einstellung zum Leben hat, kann mit Stresssituationen besser umgehen. Durch positive Gefühle kann die durch Stress oft geschwächte Immunabwehr wieder gestärkt werden. Positives Denken bedeutet hierbei, sich unter anderem daran zu erinnern, dass man bislang bereits einige schwierige Situationen gemeistert hat und dass Freunde und Familie immer für einen da sind.

Die Wirkung von Dauerstress

Durch Dauerstress können Krankheiten entstehen, die sich entweder psychisch oder körperlich auswirken können. Als psychische Erkrankungen können Depressionen, Burnout-Syndrom und Angststörungen auftreten. Körperlich kann sich der Dauerstress in Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Magengeschwüren und Herz-Kreislauferkrankungen äußern. Reaktionen auf die chronische Überbelastung sind häufig Aggressivität, Rauchen, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch.

Kann Stress auch vorteilhaft sein?

Stress ist eine Reaktion des Körpers auf Umweltsituationen, die eine erhöhte Alarmbereitschaft sinnvoll erscheinen lassen. Der Körper reagiert auf Druck, Spannung oder Veränderungen. Es gibt auch positiven Stress, bei dem der Organismus nach einer Stressphase von begrenzter Dauer wieder zur Ruhe kommt. Hält dieser Stress allerdings lange an, spricht man von „schlechtem Stress". Zu viel Stress ist schädlich, kann krank machen und kann sogar die Unfallgefahr erhöhen wenn nämlich die Beanspruchungen übermäßig sind und sich der Körper fast ständig in erhöhter Alarmbereitschaft befindet. Hilfreich ist es, Stresssymptome erkennen zu können und wenn nötig Schritte gegen schädlichen Stress (Distress) zu unternehmen. Häufigkeit, Vielfalt, Dauer sowie die persönliche Bewertung einer Situation entscheidet, was als Stress erlebt wird.

Entspannung für die Seele

Autogenes Training

Beim Autogenen Training geht es darum, sich in einen Zustand der Entspannung zu versetzen. Dabei spielt die Selbstbeeinflussung eine Rolle. Die Übungen werden im Liegen oder entspannten Sitzen durchgeführt und bestehen aus kurzen, formelhaften Vorstellungen. Der Übende sagt sich zum Beispiel konzentriert, mehrere Male im Geiste vor, dass seine Arme und Beine schwer sind. Dabei wird eine Entspannung der Muskeln ausgelöst. Bei den Übungen wird versucht, sich die Vorstellung möglichst intensiv vor das „innere" Auge zu führen. Je mehr geübt wird, desto stärker wird die Wirkung der Übungen, so dass schon in kurzer Zeit eine tiefe Entspannung zu erreichen ist.

Progressive Muskelentspannung

Ziel der Progressiven Muskelentspannung ist es, einen Zustand tiefer Entspannung des Körpers zu erreichen. Daher eignet sich die progressive Muskelentspannung sehr gut, um Stress oder Unruhe abzubauen und Muskelverspannungen zu lockern. Bestimmte Muskelgruppen werden bewusst einige Sekunden angespannt und dann wieder losgelassen. Die Entspannung der Muskeln wird im Gegensatz zu der vorherigen Anspannung nun intensiver wahrgenommen. Außerdem lässt sie sich überall anwenden: im Büro, im Zug oder Flugzeug, während einer Rast nach langer Autofahrt oder auch im Bett vor dem Einschlafen (um Schlafstörungen entgegenzuwirken).

 

Burnout

Das Burnout-Syndrom

Burnout bedeutet „Ausgebranntsein" und bezeichnet eine berufsbezogene psychische, körperliche und soziale Erschöpfung, die über einen längeren Zeitraum andauert. Menschen, die sich sehr in ihrer Arbeit engagieren und sich damit indentifizieren, sind besonders betroffen. Der Verlauf des Burnout und der daraus resultierenden Störungen und Beschwerden kann sich dabei über viele Jahre hinziehen. Wird ein Burnout rechtzeitig erkannt und behandelt, sind die Chancen auf eine Lösung und Heilung sehr gut.

Die Betroffenen fühlen sich meist "leer", "ausgelaugt", von ihrer Arbeit überfordert (bei der sie zuvor oft sehr erfolgreich waren) und finden auch im Urlaub keine Erholung mehr. Zu den psychischen Symptomen gehören auch Erschöpfung, andauernde Müdigkeit, Schlafstörungen, depressive Verstimmung oder aggressive Haltung, Konzentrationsschwierigkeiten und Kontaktvermeidung bis hin zur Gleichgültigkeit gegenüber Menschen (auch gegenüber nahestehender Personen wie Partner oder Familieangehörigen). Dazu können zahlreiche körperliche Beschwerden wie Herz-Kreislauf- und Magen-Darm-Probleme sowie Muskelverspannungen auftreten.

Einem Burnout-Syndrom vorbeugen

Mit Stress richtig umzugehen ist wichtig, um Erkrankungen vorzubeugen. Burnout kommt nicht von heute auf morgen, sondern entwickelt sich. Aus diesem Grund sollte man regelmäßige Entspannungsübungen durchführen. Autogenes Training und Yoga sind beispielsweise eine Möglichkeit, um dem Stress zu entfliehen. Ihre BKK vor Ort hilft Ihnen ebenfalls mit verschiedenen Kursen.

Wenn Ihnen die Belastung auf der Arbeit permanent zu hoch ist, schämen Sie sich nicht und sprechen Sie Ihren Arbeitgeber darauf an. Denn nur ein gesunder Mitarbeiter ist langfristig leistungsstark. Sind Sie bereits von Burnout betroffen, erhalten Sie über unsere Online-Beratungsstellen professionelle und kostenfreie Beratung und Unterstützung.

Burnout - der Selbsttest

Leistungs- und Termindruck im Job, das ständige Gefühl, Bestleistungen abliefern zu müssen und die daraus resultierende völlige Erschöpfung charakterisieren ein Burnout. Testen Sie, wie hoch Ihr Burnout-Risiko ist.

Frage 1:
Ist der Leistungs- und Konkurrenzdruck an Ihrem Arbeitsplatz enorm groß?

Frage 2:
Drehen sich Ihre Gedanken auch in Ihrer Freizeit oft um den Job?

Frage 3:
Haben Sie das Gefühl, dass für Ihr Privatleben zu wenig Zeit übrig bleibt?

Frage 4:
Fühlen Sie sich bereits morgens schlapp und ausgelaugt?

Frage 5:
Brauchen Sie länger als früher, um sich zu erholen?

Frage 6:
Sind Sie abends oft zu müde, um noch etwas zu unternehmen?

Frage 7:
Leiden Sie unter Bluthochdruck und Kreislaufproblemen?

Frage 8:
Haben Sie öfters Probleme, sich zu konzentrieren und sind vergesslicher als früher geworden?

Frage 9:
Bemerkt Ihre Familie, dass Sie sich verändert haben- schlechter gelaunt und schneller reizbar sind als früher?

Frage 10:
Haben Sie das Gefühl, dass Sie mit immer mehr Energieaufwand immer weniger erreichen?

Auswertung:

Bei 7 bis 10 positiven Antworten:

Ihr Burnout-Risiko ist deutlich erhöht! Aufgrund Ihrer Angaben bestehen deutliche Hinweise auf ein drohendes Burnout. Bitte sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt oder nehmen Sie eine psychotherapeutische Beratung in Anspruch!  

Bei 4 bis 6 positiven Antworten:

Ihr Burnout-Risiko ist erhöht! Sofern Sie alle Fragen richtig beantwortet haben, neigen Sie zu einem Burnout. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder nehmen Sie eine psychotherapeutische Beratung in Anspruch!

Vergessen Sie nicht, dass gelegentliche Durchhänger und Tiefs zum Leben gehören. Regelmäßige Entspannungsübungen und Erholungspausen können aber helfen, mit Stress besser umzugehen!

Bei 0 bis 3 positive Antworten:

Ihr Burnout-Risiko ist gering! Damit das auch so bleibt, lassen Sie nicht zu, dass der Job mehr Platz einnimmt als alle anderen Dinge in Ihrem Leben. Treffen Sie sich mit Freunden und gönnen Sie sich regelmäßige Erholungspausen. Zusätzliche Entspannungsübungen (z. B. Autogenes Training) können dazu beitragen, dass Sie weiterhin mit Stress gut umgehen und ein Burnout langfristig vermeiden können.

 

Tipps, um den Alltag ins Gleichgewicht zu bringen

Zeitmanagement

Unterstützung im Alltag
Wenn Sie merken, dass die Belastung im Alltag zu viel wird, lassen Sie sich durch ein Au-Pair oder Babysitter, einer Reinigungskraft für die Wohnung oder durch einen Lebensmittel-Lieferservice unterstützen, wenn keine Zeit zum Einkaufen bleibt.

Entspannen Sie sich
Gönnen Sie sich z.B. mit Yoga oder Autogenem Training eine Auszeit. Machen Sie einen Ausflug, lesen Sie ein gutes Buch, machen Sie einen Spaziergang und nehmen Sie sich einfach mal „Urlaub" vom Alltag.

Machen Sie aktiven Urlaub
Ein Urlaub kann nicht den Stress eines ganzen Jahres ausgleichen. Deshalb erholen Sie sich regelmäßig! Eine Wanderung durch die Natur, eine Radtour oder Paddeln machen den Kopf frei. Dabei entstehen Glücksgefühle, als wenn Sie sich im Urlaub befinden würden.

Gehen Sie an normalen Arbeitstagen zeitig nach Hause
Wenn Sie einen normalen und relativ stressfreien Arbeitstag hatten, gehen sie eher nach Hause. Sie müssen nicht ständig Überstunden aufbauen. Verbringen Sie den Abend mit Ihrer Familie, Freunden und gehen Sie Ihren Interessen nach.

Schalten Sie Ihr Handy ruhig mal aus
Dauerndes Simsen und Telefonieren stresst Sie unnötig. Sie müssen nicht immer und überall erreichbar sein. Nehmen Sie sich ab und zu Urlaub von Ihrem Handy.

Regelmäßige Pausen bei der Arbeit
Gehen Sie während Ihrer Pausen an die frische Luft und laufen Sie ein paar Schritte oder machen Sie leichte Gymnastikübungen.

Über- und unterfordern Sie sich nicht
Lassen Sie sich nicht mehr Arbeit geben, als Sie bearbeiten können. Trauen Sie sich auch mal „nein" zu sagen, wenn Sie ein Kollege um einen Gefallen bittet oder der Chef Ihnen ein neues Projekt auftragen möchte. Wenn Sie sich unterfordert fühlen und sich langweilen, bitten Sie Ihren Vorgesetzten um interessantere, verantwortungsvollere Aufgaben. So sitzen Sie die Zeit im Büro nicht einfach nur ab und können mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, etwas geleistet zu haben.

Planen Sie Ihre Zeit und teilen Sie sie sinnvoll ein. Schreiben Sie auf, was wann wie oft erledigt werden muss. Wann der Haushalt gemacht wird, wann die Kinder in die Schule oder in den Kindergarten gebracht werden oder wann ein Arzttermin ansteht.