Die BKK vor Ort hat sich als einzige Betriebskrankenkasse in Nordrhein-Westfalen für die Teilnahme an umfassenden Praxistests entschieden. Insgesamt nehmen rund 1.400 Versicherte am Testverfahren teil. Kann der Arzt die Karte einlesen, sind die Patientendaten sichtbar? Die Antworten auf diese Fragen werden im Laufe des Tests das Fundament sein, die komplexeren Funktionalitäten der eGK auf Herz und Nieren zu prüfen.
Insgesamt nehmen 7 Regionen am Testverfahren teil. Die Testregionen sind:
Die erste Teststufe (Release 1) dauerte von Juni 2007 bis Juni 2009.
Hier haben wir die Ergebnisse und Erfahrungen für Sie zusammengestellt.
Allgemeines zum Einsatz in der Arztpraxis
Versichertenstammdaten
Die - im Vergleich zur Krankenversichertenkarte - etwas längere Einlesezeit führte nicht zu relevanten Beschwerden. Im Hinblick auf Stoßzeiten (z.B. zum Quartalsbeginn) und flächendeckender Ausstattung aller Versicherten mit einer eGK wäre eine Beschleunigung wünschenswert.
eRezept
Notfalldaten
Im Jahr 2010 beginnt die nächste Teststufe (Release 2A). Für diesen Schritt werden die am Test teilnehmenden Leistungserbringer mit neuen technischem Equipment ausgestattet. Doch auch die Versicherten werden von ihrer Krankenkasse eine neue elektronische Gesundheitskarte erhalten. Der Austausch der Karten und Geräte ist notwendig, da die Technik in den vergangenen Jahren deutlich optimiert werden konnte. So startet die nächste Teststufe mit einer neuen Kartengeneration, der so gennanten G1-eGK.
Wann die Vorbereitungen für Release 2A abgeschlossen sein werden, steht noch nicht fest.
Februar 2009:
Aus der Testregion Bochum-Essen:
In der Testregion Bochum-Essen sind 25 Arztpraxen mit 41 Ärzten, 15 Apotheken und zwei Krankenhäuser in die Tests eingebunden. Mit der Ausstattung der ersten Praxen und Apotheken sowie die Ausgabe der Karten wurde im Sommer 2007 begonnen. Im Juni 2008 wurden rund 8.000 eGKs ausgegeben; 95 % der Ärzte und 94 % der Apotheken sind einsatzfähig.
Gemäß der Vorgaben vom BMG (Bundesministerium für Gesundheit) und gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH) werden in der derzeitigen ersten Testphase ("Release 1"), die Pflichtanwendungen Versichertenstammdaten und eRezept sowie die freiwillige Anwendung Notfalldaten jeweils als Offline-Szenario (Datenspeicherung auf der eGK selber) getestet.
Aktuell ist die testregionen-übergreifende Evaluation durch die Booz & Company und die Universität Bayreuth gestartet. Erst mit Vorlage der wissenschaftlichen Begleitstudie wird eine detaillierte Bewertung der einzelnen, derzeit im Test befindlichen Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte möglich sein.
Weitere Teststufen sehen die Einbindung weiterer freiwilliger Anwendungen und die Online-Anbindung vor. Lesen Sie dazu auch die Informationen zum Testverfahren des Bundesministeriums für Gesundheit.